4. August 2017

Schulischer Inklusion zum Erfolg verhelfen

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Im Land Bremen wurde die schulische Inklusion im Jahr 2009 mit großem Enthusiasmus gestartet: Das gemeinsame Lernen aller Kinder wurde als Ziel in beiden Stadtgemeinden getragen und schnell an den Schulen verankert. Inzwischen ist die Inklusion organisatorisch vollzogen, bis auf wenige, begründete Ausnahmen sind alle Förderzentren geschlossen und an allen Grund- und Oberschulen sowie an vielen Gymnasien werden Kinder mit und ohne Förderbedarfen gemeinsam unterrichtet.

Leider hat mit zunehmender Umsetzung der Inklusion die Unterstützung für dieses Projekt an den Schulen stetig abgenommen. Die Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich überfordert, Eltern aller Kinder haben den Eindruck, dass die Schülerinnen und Schüler nicht angemessen individuell gefördert werden. Fehlende Sonderpädagog*innen und Assistenzkräfte sowie die knappe Ausstattung mit Differenzierungsräumen sind klare Anzeichen dafür, dass die Inklusion an den Schulen nicht angemessen mit Ressourcen unterlegt ist. Die Alarmrufe aus den Schulen sind daher in den letzten zwei Jahren immer drängender geworden. Erfolg oder Scheitern der Inklusion im Land Bremen wird sich in den kommenden Monaten entscheiden und die Bremer Landespolitik ist aufgefordert, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung der Inklusion abzusichern.

Die Ergebnisse der Evaluation der Schulreform könnten erst zum Haushalt 2020/2021 umgesetzt werden, das ist zu spät. Daher müssen bereits jetzt Beschlüsse zur besseren Ausstattung der Schulen gefällt werden, die dann gegebenenfalls aufgrund der Evaluationsergebnisse nochmals angepasst werden müssen.

DIE LINKE hat einen Antrag eingereicht. mit ihm soll der Senat unter anderem aufgefordert werden und die Ausbildung von Fachpersonal für die Inklusion an Schulen zu stärken.

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