13. November 2017

„Stadtverbot“ für Werder-Ultras in Hamburg?

Am 30. September wurden 171 Personen auf der Anreise zum Nordderby auf einem Parkplatz in Hamburg-Lurup gestoppt und von der Polizei kontrolliert.

Die Kontrolle umfasste neben den 171 Personen auch 31 PKW und dauerte fast sechs Stunden. Die gesamte Personengruppe kam deshalb nicht rechtzeitig zum Spiel.

Von den 171 Personen wurden vier in Gewahrsam
genommen.

Die Geschäftsführung von Werder Bremen bezeichnet diese Maßnahme als „überzogen und nicht nachvollziehbar“. Und weiter: „Wenn die Argumentation des Hamburger Polizeisprechers Schule macht, dann können wir gleich die Gästebereiche aller Bundesliga-Stadien schließen“.

Diese Maßnahme ist bereits die dritte ihrer Art. 2016 wurde eine Anreise per Reisebus gestoppt und der Stadionbesuch durch eine im Voraus geplante Großkontrolle verhindert, bei der bereits Pressevertreter auf die Werderfans „warteten“. Bei der nächsten Anreise wurde eine große Anzahl von Werder-Fans an der S-Bahn-Station Ellerau kontrolliert. Betroffene der Kontrollmaßnahme gehen dagegen aktuell verwaltungsgerichtlich vor.

Die Hamburger Polizei hat angekündigt, das faktische Stadtverbot für Anhänger der Bremer Ultraszene auch in den kommenden Jahren durchzusetzen. Aus diesem Grund stellt die Linksfraktion dem Senat insgesamt 15 Fragen, die die Landesregierung im nächsten Monat beantworten muss.

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