7. März 2018

Hachez ist kein Einzelfall – LINKE beantragt aktuelle Stunde in der Bürgerschaft

„Der angekündigte Abzug von Hachez reiht sich ein in eine Folge von Standortschließungen und Stellenabbau, gerade in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Hachez ist kein Einzelfall. Daher gehört die Frage dringend auf die Tagesordnung, ob die Wirtschaftspolitik im Land Bremen ausreichend aufgestellt ist. Das wollen wir in einer aktuellen Stunde in der Bürgerschaft diskutieren", so Kristina Vogt, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.

Vogt: „Kellogg's und Könnecke haben sich bereits komplett vom Standort Bremen zurückgezogen. Beck's war immer wieder Grund zur Sorge. Immer war die Internationalisierung der Eigentumsverhältnisse der Einstieg in 'Synergien', sprich Stellenabbau und Verlagerung. Aktuell soll die Deutsche See an den holländischen Parlevliet-Konzern verkauft werden – das könnte der nächste Fall werden."

„Globalisierung hin oder her: Die Wirtschaftspolitik im Bremen ist nicht unschuldig an diesen Entwicklungen. Für das Land Bremen hochwichtige und beschäftigungsintensive Branchen wie Nahrung und Genuss, Gesundheitswirtschaft oder wissensintensive Dienstleistungen kommen in der Cluster-Strategie des Senats gar nicht vor. Nur mit Autos, Luft- und Raumfahrt und Maschinenbau werden wir die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Bremen aber nicht sichern können. Unter Rot-Grün ist die Wirtschaftsförderung auf einen Bruchteil der früheren Förderintensität zusammengestrichen worden. Man redet gern über Gründungsförderung, aber vergisst den Bestand. Die Beschäftigten in Bremen und Bremerhaven erwarten mit Recht, dass sich der Senat in ganzer Breite um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kümmert. Das tut er aktuell nicht", so Vogt abschließend.

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