7. Juni 2017

„Wie weiter mit der Inklusion?" – Mehr Tempo bei Qualitäts- und Personalentwicklung erforderlich – Morgen Podiumsdiskussion der Fraktion DIE LINKE in Gröpelingen

Kaum ein schulisches Thema wird derzeit in Bremen so heiß diskutiert wie die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf an den Regelschulen. Zuletzt hatte die Debatte durch Bemerkungen des Bürgermeisters Carsten Sieling zum Fortbestand des Förderzentrums an der Fritz-Gansberg-Straße neu an Fahrt aufgenommen. 

Kristina Vogt, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Die Inklusion ist fast komplett abgeschlossen, den Prozess kann man gar nicht mehr abbremsen. Auf allen Regelschulen sind inzwischen Kinder mit Förderbedarfen angekommen, daran ändert auch die Existenz von 50 Schulplätzen an der Fritz-Gansberg-Schule über das Jahr 2018 hinaus nichts. Der Senat muss jetzt also im Gegenteil nochmal Tempo machen und dafür sorgen, dass die Schulen insbesondere in armen Stadtteilen mit allem ausgestattet werden, was sie zur Inklusion brauchen. Dafür müssen die notwendigen Lehrerinnen und Lehrer schneller ausgebildet, sofort zusätzliche persönliche Assistenzen eingestellt und die nötigen baulichen Anpassungen an den Schulen umgesetzt werden. Zu all diesen Punkten wären Aussagen des Senats dringend erforderlich, statt die Debatte nur über das letzte offene Förderzentrum zu führen." 

Die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft will am morgigen Donnerstag, 8. Juni, 19 Uhr, im Quartiersbildungszentrum (QBZ) Morgenland mit den Betroffenen vor Ort ins Gespräch kommen, um direkt zu hören, was an den Schulen benötigt wird. Auf dem Podium werden Stefanie Höfer (Verband Sonderpädagogik, Landesverband Bremen), Frauke Kötter (QBZ Morgenland) und Karl-Holger Meyer (Grundschulleiter) mit Kristina Vogt über den Stand der Inklusion sprechen. Diskutiert werden soll u.a., wie ein engerer Austausch von Schulen und Unterstützungsangeboten in den Stadtteilen die Schulen entlasten und kann und welche anderen Ideen zur Fortentwicklung der Inklusion an den Schulen existieren. 

Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen im Publikum sind natürlich herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. „Wir wollen von den Beteiligten an den Schulen hören, welche Hilfe sie sich von der Politik erhoffen, um gemeinsam mit ihnen die Inklusion zum Erfolg machen. Das halten wir für den besseren Weg, als einfach von oben unausgereifte Ideen in das System zu geben", fasst Vogt das Ziel der Veranstaltung zusammen.


„Bildungspolitik: Wie weiter mit der Inklusion?" – Veranstaltung mit Stefanie Höfer, Frauke Kötter, Karl-Holger Meyer und Kristina Vogt

  • Zeit: Donnerstag, 8. Juni 2017, 19 bis 21.30 Uhr
  • Ort: QBZ in der Morgenlandstraße 43, 28237 Bremen-Gröpelingen